Von Katern und Katzen

Die Kastration von Katern ist ein gängiger Routineeingriff in der Tiermedizin.

Werden Kater als reine Wohnungskatzen gehalten, spielt meist die geruchliche Belastung des Urins und entsprechender Drüsen eine übergeordnete Rolle, sich für die Kastration zu entscheiden.

Kater als Freigänger sollten immer kastriert werden, da eine unkontrollierte Vermehrung (beim Aufeinandertreffen mit einer unkastrierten Katze) weder im Sinne des Tierschutzes noch der Gesamtpopulation ist.

Meist werden Kater noch vor dem Erreichen der Pubertät kastriert. Der Eingriff ist kurz und in der Regel komplikationsfrei.

Als Mobiler Tierarzt stellt die Kastration des Kater einen Teil der möglichen chirurgischen Eingriffe im Hausbesuch dar. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine stressigen, langwierigen und aufwendigen Transporte in die Praxis. Keine unnötig langen Aufenthalte in der Praxis (In der Regel werden die Tiere morgens in die Praxis gebracht und erst nachmittags/ abends wieder abgeholt). Keine Gefahr von Infektionen durch andere Tiere.

Nach der Einleitung einer leichten Narkose, in der der Kater noch selbständig atmet, erfolgt der Eingriff, der relativ unblutig und ohne Fremdmaterial wie Faden oder Klammern stattfindet.

Selbst das Nähen der Schnitte am Hodensack erübrigt sich, die Wunde verklebt schnell von selbst.

Nach dem Eingriff ermöglicht es die Wahl der Betäubungsmittel, den Kater nur wenige Minuten später wieder aufzuwecken, so dass dieser wieder vollständig wach ist, wenn ich das Haus verlasse. Kein stundenlanges Beobachten, Achten auf Atembewegungen, sorgenvolle Stunden. Gedanken um Untertemperatur, Blutdruckabfall oder Lautgebungen durch Orientierungslosigkeit.

Soweit so gut, viele Tierhalter wissen leider nicht, dass diese Kastration im Hausbesuch möglich ist.

Kürzlich bat mich die Besitzerin eines Kater, diesen zu kastrieren. Der Kater stammt vom Züchter und ist ein prächtiger Vertreter seiner Rasse.

Am Tag der Tage nun – alle waren gespannt und etwas nervös – wollte ich nun die Operationsstelle vorbereiten, rasieren, säubern und desinfizieren.

Was allerdings schnell auffiel war, dass der Herr an diesem Tag nicht befürchten musste, seine Männlichkeit zu verlieren, nein, die Dame hatte Glück, eine Katze zu sein.

Vom Züchter einen Kater gekauft und eine Katze bekommen. Manchmal muss ein Tierarzt eben nicht nur schneiden und spritzen, manchmal reicht untersuchen und schmunzeln…

Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

 

 

Katze_Nicht_Kater

 

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Über mobilertierarztberlin

Ich führe eine mobile Tierarztpraxis für den Großraum Berlin und führe Hausbesuche für Hunde und Katzen durch. Dabei geht es um Vorsorgeuntersuchungen (zB Impfungen), Diagnose (Blutentnahme und Ultraschall) und Behandlung von Erkrankungen. Auch kleine Eingriffe in Sedation (Kastration von Katern, Zahnsteinentfernungen, Versorgung von Hautverletzungen und Entfernung von Hauttumoren) führe ich vor Ort durch.
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